 |
|
Bei zahlreichen Konzerten ist es Claudia Corona ein Anliegen, die spezielle Eigenart der lateinamerikanischen Musik einem europäisch geprägten Publikum näher zu bringen. Diese Musik- und Stilrichtung ist aus der Konfrontation der europäischen Musikkultur mit der traditionellen Musik der Ureinwohner entstanden und hat sich in zahlreichen Kompositionen auf einen interessanten eigenständigen Weg begeben.
Ihr Vater, der Komponist und Pianist Alejandro Corona, eröffnete Claudia Corona viele persönliche Kontakte zu Musikern und Komponisten. Dazu gehören der inzwischen verstorbene Mario Ruiz Armengol, sowie Armando Lavalle und Raúl Ladron de Guevara. Diese Musiker haben nicht nur bedeutend ihr Verständnis für die lateinamerikanische Musik gefördert, sondern ihr auch verschiedene Kompositionen gewidmet. Dabei ist Claudia Corona keineswegs nur die auf ein Konzert wartende Solistin, sondern sie sucht und wirkt als Solistin auf den Entstehungsprozess eines Werkes ein, wie Samuel Zyman in einem Interview nach der Erstaufführung seines Tripelkonzertes in Mexiko City äußerte: „Ich möchte besonders Claudia Corona meinen Dank aussprechen, da sie nicht nur von Anfang an direkt an der Konzeption und an der Umsetzung des Werkes mitwirkte, sondern auch die wichtigste Kraft war, die es möglich machte, dass dieses Werk ins Programm aufgenommen und aufgeführt wurde."
Aktuell ist sie an Projekten mit dem mexikanischen Komponisten Eduardo Gamboa beteiligt, der an verschiedenen Werken für Solo Klavier, Duo mit Stimme u. Klavier mit Orchester arbeitet. |